Für die meisten Gründungen in Dortmund beginnt die Gründungsberatung kostenlos, beim STARTERCENTER NRW in der Wirtschaftsförderung oder bei der IHK. Private Berater lohnen sich danach, wenn Businessplan, Finanzierung oder Fördermittel mehr Arbeit verlangen, als ein Erstgespräch hergibt. Die fünf Adressen unten stehen in keiner Rangfolge.
In welcher Reihenfolge Sie vorgehen
1.Erstgespräch bei einer öffentlichen Stelle buchen und die Idee grob prüfen lassen.
2.Rechtsform und Steuerfolgen klären, bevor der erste Vertrag unterschrieben wird.
3.Businessplan mit Finanzteil schreiben, gern mit privater Hilfe.
4.Finanzierung und Förderung beantragen.
Schritt zwei wird oft übersprungen. Wer als Einzelunternehmer startet und nach einem Jahr in eine GmbH wechselt, zahlt doppelt für Notar und Umstellung. Stellen Sie sich eine Gründerin vor, die ein Café am Phoenix-See plant und später eine zweite Filiale will. Für sie ist die Rechtsform eine Frage des ersten Monats, nicht des zweiten Jahres. Ideen für die erste Werbung liefert Promotions Hive für Gründer.
Schritt drei verdient mehr Zeit, als die meisten ihm geben. Ein Businessplan für eine Bank braucht eine Umsatzplanung über drei Jahre, eine Kostenaufstellung und eine Liquiditätsrechnung für jeden Monat des ersten Jahres. Ein Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen: Das Café braucht 60.000 Euro für Umbau und Ausstattung, plus drei Monate Fixkosten von je 8.000 Euro als Puffer. Der Kreditbedarf liegt also bei 84.000 Euro, nicht bei 60.000. Genau diesen Puffer vergessen viele, und dann fehlt im vierten Monat das Geld für Miete und Gehälter.
Schritt vier hängt stark vom Vorhaben ab, die Hausbank und die NRW.BANK sind die üblichen Wege.
1. STARTERCENTER NRW bei der Wirtschaftsförderung Dortmund
Das Startercenter der Wirtschaftsförderung bietet Erst- und Intensivberatungen in der Gründungsphase, persönlich vor Ort ist möglich. Für fast jede Gründung die erste Station. Den Gründerinnen hat die Stadt mit dem Gründerinnenzentrum in der Grünen Straße eine eigene Anlaufstelle gegeben.
2. IHK zu Dortmund
Die IHK zu Dortmund begleitet Gründungen im Westfälischen Ruhrgebiet und ist ebenfalls Teil des STARTERCENTER NRW. Gewerbliche Gründer bekommen hier Informationen zu Pflichten, Branchenregeln und Fördermitteln. Handwerker gehen dagegen zur Handwerkskammer. Wie Sie danach die ersten Kunden ansprechen, beschreibt Markets Outreach.
3. Salvati Consulting
Salvati Consulting hilft bei Konzept, Businessplan und Finanzplanung, im Büro in Dortmund oder online. Das Online-Angebot ist praktisch für Gründer, die nebenberuflich starten und abends Zeit haben. Wer persönlichen Kontakt bevorzugt, kommt ins Office.
4. SHP Steuerberatung
SHP begleitet Existenzgründer in Dortmund und Hagen von der Idee bis zur laufenden Betreuung. Der Vorteil eines Steuerbüros als Gründungsberater liegt auf der Hand: Wer den Plan schreibt, macht später auch die Buchhaltung. Die Kehrseite ist eine gewisse Bindung, die nicht jeder Gründer gleich will. Markenaufbau nach dem Start behandelt Brands Impacts.
5. MB3 Consulting
MB3 Consulting nennt sich zertifizierte Unternehmensberatung mit Schwerpunkten in Gründungsberatung, Gründer-Coaching und Businessplan. Zertifizierung zählt vor allem bei geförderten Coachings, für die öffentliche Programme oft zugelassene Berater verlangen. Fragen Sie vorab, welche Programme konkret gelten. Kampagnenideen für junge Firmen finden Sie bei Campaign Sparks Ideen.
Was Dortmund für Gründer besonders macht
Dortmund hat den Strukturwandel von Kohle und Stahl hinter sich und setzt heute stark auf Logistik, IT und die Hochschulen. Für Gründer heißt das: Rund um die Technische Universität und den Technologiepark gibt es Netzwerke, die junge Technikfirmen kennen und unterstützen. Wer dagegen ein Ladengeschäft in der Innenstadt plant, braucht eher Zahlen zu Mieten und Laufkundschaft als Kontakte zu Investoren.
Und noch ein praktischer Punkt. Das Gründungsstipendium NRW und andere Landesprogramme haben eigene Fristen und Bedingungen, die sich ändern können. Lassen Sie sich die aktuellen Regeln im Startercenter erklären, bevor Sie einen privaten Berater für einen Antrag bezahlen. Eine Faustregel, die sich bewährt: Kostenlose Stellen klären das Ob, private Berater helfen beim Wie. Wer diese Arbeitsteilung einhält, spart bei einer normalen Gründung schnell mehrere hundert Euro und vermeidet doppelte Gespräche.
Wer nebenberuflich gründet, sollte außerdem früh mit dem Arbeitgeber sprechen. Viele Arbeitsverträge verlangen eine Genehmigung für Nebentätigkeiten, und ein Streit darüber kostet mehr als jede Beratung.
Häufige Fragen
Was kostet eine private Gründungsberatung?
Die Anbieter nennen meist keine festen Preise online. Mit Förderung sinkt Ihr Eigenanteil oft deutlich.
Brauche ich einen Businessplan, wenn ich keinen Kredit will?
Ja. Er zwingt Sie, Umsatz und Kosten durchzurechnen, bevor Geld fließt. Hinweise zur Gewinnplanung gibt Profit Sentries Tipps.
Kann ich mehrere Beratungen kombinieren?
Ja, öffentliche Erstberatung und privates Coaching schließen sich nicht aus.
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